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Erdgasfahrzeuge werden mit hochverdichtetem Erdgas (ca. 200 bar) als Kraftstoff betrieben. Der Motor ist bei Serienfahrzeugen meistens schon auf das Erdgas optimiert. Je nach Automobilhersteller und Modell, sind die Erdgasflaschen entweder
a) unterflur gelagert, das heißt, die Gasflaschen liegen unter dem Fahrzeugboden oder sind in die
Bodengruppe des Fahrzeuges eingearbeitet (siehe Grafik),
VW Touran EcoFuel
Grafik: Volkswagen AG
b) platzsparend im Kofferraum/Reserveradmulde untergebracht oder
c) liegen im Kofferraum bzw. auf der Ladefläche.
Je nach Automobilhersteller und Modell unterscheidet man drei Arten von Erdgasfahrzeug-Konzepten:
Bivalentes Fahrzeug: Das Erdgasfahrzeug fährt mit Erdgas und Benzin. Der zusätzliche Benzintank hat ein Fassungsvermögen von mehr als 15 Liter. Somit ist eine große Reichweite im Benzinbetrieb gewährleistet.
Monovalentes Fahrzeug: Das Fahrzeug startet und fährt nur mit Erdgas. Es gibt keinen Benzintank.
Monovalent mit einem kleinen Benzintank (auch MonovalentPlus oder Quasi-Monovalent): Der Antrieb ist auf Erdgas optimiert, die Reichweite ist somit wesentlich größer. Der Benzintank ist auf den Notbetrieb bzw. für wenige Fahrten mit Benzin ausglegt und darf nicht mehr als 15 Liter fassen.
Wesentliche Bauteile für den Erdgasantrieb sind:
+ der zweite Tankstutzen für das druckmässige Befüllen der Erdgasbehälter
+ die Erdgasbehälter (Stahltanks oder Aluminium-Kunststoff-Tanks)
+ der Druckminderer zur Reduzierung des Gasdrucks vor dem Einblasen in die Zylinder
+ die modifizierte Elektronik für den dualen (Erdgas/Benzin) Betrieb
+ der Umstellschalter und die zweite Anzeige für den Gasantrieb
Die Motorelektronik erkennt automatisch, wenn der Erdgastank leer gefahren ist und schaltet dann während der Fahrt auf den Benzinantrieb um.
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